Hier werden Kern-Elemente bundesweit einheitlicher Qualitätskontrolle gemäß dem neuen "Leitfaden Prävention" von 2025 behandelt. Dazu zählen Modularisierung von Ausbildungen, Kurs-Konzepte und Konzept-Einweisungen. Zudem wird der DTB-Bereich "Interkulturelle Kompetenz" erklärt und an dem innovativen Matrix-Modell des DTB veranschaulicht: Es stellt eine Synthese her aus den Zehn Taiji-Prinzipien und den sechs ZPP-Modulen.
Als "externer Qualitätssicherer" haben Vdek, GKV und ZPP sparten-übergreifenden Einfluß auf Qigong und Tai Chi (Taijiquan) in Deutschland. Integriert wurden im Laufe der Zeit etliche Themenbereiche bis hin zum ERASMUS-Programm mit seinen ETCS-Leistungspunkten. Die DTB-Gremien unterstützen diese Ausrichtung, weil sie dem DTB-Konzept entspricht.
Der Leitfaden Prävention bildet die Grundlage für die Förderung bzw. Bezuschussung von Maßnahmen, die Versicherte dabei unterstützen, Krankheitsrisiken möglichst frühzeitig vorzubeugen und ihre gesundheitlichen Potenziale und Ressourcen zu stärken. Gesundheitsfördernde und präventive Interventionen sollen möglichst zugleich zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen beitragen. Quelle: Leitfaden Prävention.
Als die ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention) 2021 ihr "Beispielhaftes Curriculum" mit neuartigen künftigen Vorgaben für Umfang, Inhalt und Format als Standard vorgab, war dies die Geburtsstunde der "ZPP-Module" im DTB-Dachverband (s. vom DTB entwickelte ZPP-Module). Diese sechs Bausteine folgen exakt der offiziellen Modul-Definition von Vdek und ZPP. Sie wurden als "Prototypen" von den Experten vorab überprüft und mit sämtlichen Details anerkannt.
Hierbei berechtigen Konzept-Einweisungen zur Leitung eines bereits von der ZPP zertifizierten Angebots. Der DTB nutzt dafür seine standardisierten ZPP-Programme. Die Einweisung ist kostenlos und erfolgt während der Lehrerausbildungen. Enthalten sind auch Kursleiter-Manuale. Zu den Konzept-Paketen des Verbands gehören auch gestufte Konzepte, die flexibel an den Kursablauf angepasst werden können.
Gute Nachricht für alle diejenigen, die eine Ausbildung begonnen aber nicht zuende geführt haben. In solchen Fällen bildet das ZPP-Modulsystem nun einen "zweiten Bildungsweg". Man bucht einfach die fehlenden Module nach und arbeitet sie durch. Dies kann durch Fernstudium, Online-Kurse oder auch Präsenz-Unterricht erfolgen. Je nach Einzelfall kann man mit den DTB-Experten ein Prozedere vereinbaren.
Eine großartige Neuerung der Präventionskonzepte sind Möglichkeiten zur Anrechenbarkeit, wenn eine ZPP-Zertifizierung aufgrund fehlender Anteile nicht erfolgen kann. Nun kann man Einzel-Module nacharbeiten, z. B. mit Online-Ergänzungsmodulen, ohne einen gesamten Ausbildungsgang durchlaufen zu müssen. Der DTB bietet hierzu einen umfangreichen kostenlosen Zusatz-Service inclusive Anwenderhilfe an (Quelle DTB-Berufsberatung DTB-Akademie Hannover) .
Die Listung in der deutschlandweiten Kursleiter-Datenbank der Krankenkassen ist für entsprechend qualifizierte Lehrende eine gute Möglichkeit, den Versicherten ihre Angebote zu präsentieren. Dafür muß jeder ein Prüfverfahren durchlaufen, Stundenbilder erstellen und Konzept-Einweisungen belegen. Die Kriterien für dieses Auswahl-Prozedere wurden im Laufe der Zeit immer wieder angepasst, verbessert und standardisiert.
DTB-Schulungen folgen einem einzigartigen Erfolgsmodell: Es ist die enge Zusammenarbeit zweier verbandseigener Institute: DTB-Bildungswerk und DTB-Akademie. Ein zentrales Element bilden klar gegliederte "ZPP-Module". Dieses "Baukasten-Prinzip" des DTB-Curriculums liefert alle Voraussetzungen für eine Zertifizierung von Präventionskursen nach § 20 SGB V.
DTB-Statistiken erweisen diese Modularisierung als einen Königsweg zur Kassen-Zulassung. Hierbei eröffnen Tutorials der DTB-Cloud eine Erweiterung des Heimstudiums mit Skripten ähnlich den DTB-Stundenbildern. Eine systematische Lernerfolgskontrolle zegit dabei den persönlichen Kenntnisstand. Wer möchte braucht für die Ausbildung nur zweimal aus dem Haus.
Die Neu-Ausrichtung von Vdek und ZPP weg von Szene-Standards hin zu mehr Wissenschaftlichkeit steht mit den DTB-Modulen in engem Zusammenhang, denn sie schaffen eine gewisse Vergleichbarkeit von Ausbildungsinstituten. Dies wiederum eröffnet auch Wege zur Anrechenbarkeit von Lehrinhalten, da alle Curricula für das ZPP-Prüfprozedere nun ein einheitliches Format aufweisen müssen.
Allerdings kommt es aufgrund unterschiedlicher Interpretationen der Termini leicht zu Verwechslungen. Ein Grund: Jeder ist frei in seiner Definition. Ein zweiter Grund: ZPP und Vdek nutzen den Begriff "ZPP-Modul" nicht - lediglich der Begriff "Modul" wird definiert.
Lehrerausbildung für ZPP-Zertifizierung basiert gemäß dem geänderten Leitfaden Prävention auf wissenschaftlichen Kriterien - dafür hatte sich der DTB-Dachverband stets stark gemacht. Bekanntlich haben Vdek und ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention) diese Kehrtwende vollzogen, indem sie eigene westlich-europäisch ausgerichtete Qualitätsstandards entwickelten und nun einfordern beim Prüfprozess künftiger Kursleiter.
Rasch kam es unter den Anbieter-Organisationen der Szene und ihren Instituten zu einer recht dynamischen Entwicklung, denn alle Angebote waren nun einem einheitlichen und transparenten Prüfverfahren unterworfen. Dies war zwar ganz anders als in der Esoterik-Ära zuvor, aber ganz im Sinne des DTB-Dachverbands, der Teilnehmerschutz und Ideologie-Freiheit bereits seit seiner Gründung 1996 in den Fokus seiner Beruflichen Weiterbildung stellte.
Dreh- und Angelpunkt dieser "Akademisierung" sind nun ECTS-Punkte und Modulhandbücher, die nach sechs Modul-Prototypen klar strukturiert sein müssen. Als zentralen Fachbegriff haben der DTB Dachverband und seine Institute "ZPP-Module" eingeführt. Grundlage dafür ist die offizielle Modul-Definition von ZPP / Vdek in ihrem "Beispielhaften Curriculum" von 2023.
Der DTB definiert seine „ZPP-Module“ als diejenigen Module, die die ZPP voraussetzt für ein erfolgreiches Prüfverfahren. Der Name soll deutlich machen, daß in DTB-Ausbildungen exakt die ZPP-Vorgaben gespiegelt werden. Dazu zählen Lehrinhalte, Lernziele und Schlüsselkompetenzen. Die DTB-Seminare mit ZPP-Modulen sind zugelassen als staatlich anerkannter Bildungsurlaub.
"ZPP-Module" meint alle im „Beispielhaften Curriculum“ des Vdek vorgegebenen Modul-Prototypen. Der Name soll deutlich machen, daß DTB-Schulen die Kriterien des ZPP-Prüfverfahrens garantieren und Lehrbeauftragte bundesweit einheitlich nach diesen Mindeststandards geschult und in Konzepte eingewiesen werden.
Die Zentrale Prüfstelle Prävention prüft und zertifiziert Präventionsangebote nach § 20 Abs. 4 Nr. 1 SGB V kostenlos und bundesweit. Auf der Webseite www.zentrale-pruefstelle-praevention.de/ findet man diverse Kontaktmöglichkeiten, FAQ und weitere hilfreiche Informationen. Wer Präventionskurse anbietet oder leitet, kann sich dort auch registrieren im Qualitätsportal für Prävetionskurse.
Die ZPP vergibt nach erfolgreicher Überprüfung ein Prüfsiegel, das die Zertifizierung bescheinigt für Präventionskurse, die von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt sind. Es umfasst vier Handlungsfelder (Bewegung, Ernährung, Stress- und Ressourcenmanagement, Suchtmittelkonsum).
Ein standardisiertes Konzept ist eine Grundlage für die Zertifizierung von Präventionskursen. DTB-Schulen bieten fertige, leitfadenkonforme Konzepte für Qigong und Tai Chi (Taijiquan) in flexiblen Formaten für Präsenz-Unterricht (fortlaufend oder kompakt an Wochenenden).
Konzept-Einweisungen nutzen DTB-Schulen, um Präventionskurse nach §20 SGB V anzubieten und von Krankenkassen bezuschussen zu lassen. Sie bilden Nachweise, dass Kursleiter berechtigt sind, ein bereits von der ZPP zertifiziertes, standardisiertes Programm durchzuführen. Der DTB nutzt dafür seine standardisierten ZPP-Programme. Die Einweisung ist kostenlos und erfolgt während der Lehrerausbildungen.
Hier einige Youtube-Shorts aus dem Jahre 2026.
https://www.youtube.com/shorts/gK-ennYG9S0
https://www.youtube.com/shorts/PX_TJr8YcTw
https://www.youtube.com/shorts/UYQ67UxzJrU
https://www.youtube.com/shorts/ToyZbqsOHBk
Chinesische Übesysteme sind historisch-kulturell außerordentlich komplex. Dafür nutzt das Bildungswerk einen interdisziplinären Ansatz und eine "Ost-West-Synthese". Diese ganzheitliche Herangehensweise zielt auf neue, fachübergreifende und damit tiefergehende Einsichten. Hierbei werden Prozesse, Perspektiven und Methoden ineinander integriert, um komplexe Sachverhalte besser zu verstehen und zu vermitteln. Für Ausbildung wurde eine spezielle "Matrix-Methode" entwickelt.
Ein weiteres Kernelement ist die Vermittlung "Interkultureller Kompetenz". Das bedeutet, dass östliche Anschauungen nicht per se eins-zu-eins übernommen werden, sondern eine Synthese mit westlichen Sehweisen gelehrt wird. Tai Chi und Qigong sind historisch eng verbunden mit Okkultismus, Mythen und "politischer Korrektheit" der Familien-Dynastien. Der DTB hingegen propagiert eine Demystifizierung zur Abgrenzung von Heilslehren und "Quasi-Religiosität".
Bildlich gesprochen schaut man dabei also nicht nur mit dem östlichen Auge sondern ebenso mit dem westlichen Auge - m Zweifelsfall sollte man das rechte benutzen -als "Führungsauge". Dieses Prinzip wendet der DTB auch an auf "Qi-Lebensenergie", Meridiane, Fajin und weitere Fachtermini des Neijia Quan.
Das DTB-Konzept der ZPP-Module schafft zahlreiche anschauliche Erweiterungen der "Ost-West-Synthese" des Verbandes. Man kann dies vergleichen mit den zwei Seiten einer Medaille: Die "westliche Seite" bilden die wissenschaftlichen ZPP-Module und die "östliche Seite" bilden die in den Klassischen chinesischen Schriften überlieferten "Zehn Tai-Chi-Prinzipien".
Hierfür hat der wissenschaftliche Beirat eine klar gegliederte Matrix erstellt. Diese Tabelle enthält in der ersten Spalte die sechs Module und in deroberen Zeile die zehn Prinzipien. Alle anderen Zellen können mit einer spezifschen Thematik gefüllt werden. Diese kann man dann mit dem "östlichen Auge" und dem "westlichen Auge" analysieren und erklären.
Die
Grafik zeigt ein Beispiel aus der Praxis: Die gelbe
Zelle A stellt den Zusammenhang her zwischen dem 8.
Prinzip "Gedankenkraft statt roher Körperkraft" und
dem Thema "Faszien" aus dem Kompetenzbereich
"naturwissenschaftlich-medizinische Grundlagen".
Hieran kann der DTB aufzeigen, daß sein modernes
wissenschaftlich ausgerichtetes Lehrerprofil keine
esoterischen "Qi-Erklärungsmodelle" benötigt.
Nehmen wir den östlichen Bereich "Qi" wie es thematisiert wird in den Prinzipien eins und acht. Setzen wir dies in Bezug zu westlicher Faszien-Forschung, so erkennt man, daß die östliche energetische Sehweise verwurzelt ist in einer entsprechenden Kultur, die nicht der westlichen Wissenschaft damit transparente Abgrenzung zu Sekten des Chinesischen Yoga in Deutschland.. Man sollte daher nicht nur beide Erklärungsmodelle kennen, sondern auch dem westlichen "Lieblingsauge" Priorität einräumen, um sich selbst und seinen Schülern das Verständnis zu erleichtern.
Die Familiendynastien des Tai Chi und Qigong haben stets ein optimistisches Bild von den Fähigkeiten der großen Meister - es geht hier nicht darum, dies zu hinterfragen oder zu relativieren. Entscheidend ist, dass die Weitergabe an die nächste Generation oder externe Schüler optimal gestaltet werden mußte, um das Famillienerbe nicht zu verwässern.
Mit anderen Worten: Dafür ist Erfahrung und pädagogisch-didaktisches Geschick vonnöten, das sich auch im Laufe der Generationen verändert. So wies Meister Yang Zhenduo darauf hin, dass er bei den Fußstellungen die Winkel 45 Grad genau definierte, während sein Vater Yang Chengfu stets nur korriert hab mit "etwas mehr" bzw. "etwas weniger". Darauf legt auch der DTB großen Wert mit seinem ZPP-Modul "Didaktik / Pädagogik".
Östliche Sehweisen trennen zwar auch Körper und Geist (vgl das 7. Prinzip "Das Innen führt das Außen"), aber zugrunde liegt ein "Sowohl-Als-Auch". Die gegenseitige Durchdringung findet sich auch im westlichen Ansatz der "Body-Mind-Medizini". Sie untersucht u. a. die Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn.
Hinzu kommt bei diesen beiden Beispielen noch die Tatsache, daß "Qi" auch "Atem" bedeutet. Auch in der westlichen Medizin wird in den Modulen mehrfach auf Atem und Atmung eingegangen.
https://taichi-qigong-richtig-lernen-dr-langhoff.de/zpp.html
https://tai-chi-dvds.de/zpp-lehrerschmiede-deutschland.html
http://www.schulungen.stephan-langhoff.de/zpp-zertifizierung.html